Diotima und Freimaurerei

Wir, Diotima Aachen, sind die 20. von derzeit insgesamt 30 Frauenlogen und 6 freimaurerischen Arbeitskreisen in Deutschland und sind Teil von insgesamt über 500 Frauen, die sich allein in Deutschland der Freimaurerei verpflichtet haben. Diotima i.O. Aachen ist von Schwestern der Loge Sci Viam i.O. Köln und der Loge Tusculum i.O. Düsseldorf gegründet worden.

Freimaurerinnen gibt es in der ganzen Welt! (u.a. in den Ländern wie Deutschland, Schweiz, England, Frankreich, Belgien, Spanien, Niederlande, Portugal, Türkei, Rumänien, Argentinien, Peru, Chile, USA).


Insgesamt sind 8 Freimaurerinnen Großlogen unter dem internationalen Verband der femininen Freimaurerei namens CLIMAF vereint.


Am 30. Juni 1949 wurde der Frauenzirkel „Zur Humanität“ in Berlin von drei Freimaurerbrüder gegründet. Durch die Großherzigkeit und weltoffene Anschauung des Großmeisters der Großloge "Zu den alten Pflichten" war die Gründung des Frauenzirkels möglich geworden. Hier wurden die freimaurerischen Pflichten gelebt.


1982 konnten die Frauen endlich eine eigene oberste Instanz gründen die Frauengroßloge "Zur Humanität", die später in " Frauengroßloge von Deutschland FGLD" umbenannt wurde.

Die freimaurerische Arbeit soll Menschen dazu befähigen, im Alltag ethisch zu handeln und einen aktiven Beitrag zur Verbesserung menschlicher Lebensumstände und gesellschaftlicher Strukturen zu leisten.

Am Fortschritt allerdings waren im Laufe der Kulturgeschichte immer! Frauen beteiligt, die in der Geschichtsschreibung jedoch oft unerwähnt bleiben:

Die spekulative Maurerei ist aus der operativen hervorgegangen, aus den Steinmetzbruderschaften und deren Bauhütten. Anfangs waren die organisierten Handwerker mit den Klöstern, namentlich denen der Benedektiner, eng verbunden (etwa 9. Jahrhundert), machten sich aber später unabhängig und schlossen sich dem Bund deutscher Steinmetze unter der Leitung von vier Haupthütten an, unter denen die Straßburger Hütte eine herausragende Stellung einnahm.


Sabina von Steinbach soll dort im 13. Jh. eine Steinmetzin gewesen sein. Sie war die Tochter des Baumeisters des Straßburger Münsters, Erwin von Steinbach. Eindeutig dokumentiert ist, dass Witwen und Töchter von Bauleuten in bestimmten Fällen in die Bauzünfte aufgenommen wurden. Das Zunftwissen, ihre Bräuche und Gesetze, Zunfttraditionen,

Passwörter, Erkennungszeichen dürfte ihnen bekannt gewesen sein.


Die Symbolik der Freimaurerei stammt aus dieser Zeit und ist bis heute lebendiger Bestandteil aller unserer Arbeiten.


Häufig werden wir Freimaurerinnen gefragt, ob die Freimaurer Symbolik nicht eine allzu männliche sei: wie Spitzhammer, rauer Stein, Winkel und Zirkel, das Lot, die Winkelwaage. Schon immer haben Frauen hart anpacken müssen und waren Meisterinnen im (Wieder-)Aufbau.

Angesichts dieser Tatsache übernehmen Freimaurerinnen nicht einfach nur die Tradition eines Männerbundes, sondern knüpfen an eine ebenso beeindruckende wie motivierende Geschichte von Frauen!


Freimaurerei ist eine Verpflichtung zur Menschlichkeit.

Die einzelne bleibt nicht für sich, ein schön geschliffener Diamant in kostbarer Fassung, sondern bringt sich selbst ein, in die menschliche Gemeinschaft – freimaurerisch ausgedrückt: in den Tempel der Menschlichkeit.


Das für MICH Wesentliche als Freimaurerin ist:

Die Begegnung mit Frauen, Gespräche, dialogisches Leben und gemeinsames rituelles Erleben mit Frauen, meine älteren Schwestern, von denen ich lernte, kompetente Frauen in Sachen Freimaurerei. Eine Frau ist das, was Frauen leben. Für mich besteht das Besondere der Freimaurerei in der offenen Weite, in der Freiheit des Geistes, die von keiner Lehre eingeengt wird, sondern jede einzelne herausfordert, ihre persönliche Eigenart zu fördern und zu entwickeln, OHNE BEURTEILT ZU WERDEN! Wir inspirieren uns gegenseitig, und indem wir einander annehmen, stärken wir uns gegenseitig.


Frauen wie Männer können also im Rahmen freimaurerischer Arbeit ihren Anteil zur weiteren Entwicklung einer freiheitlich – demokratischen Gesellschaft beitragen!


Als höchste Form der Gemeinschaft

Sehen wir die Vereinigung von lauter

Freien Personen an, die mit ihrem

innersten *persönlichen* oder seelischen

Leben vereint sind und deren jede sich

Für sich selbst und für die Gemeinschaft

Verantwortlich fühlt


So hat es Edith Stein 1922 formuliert


Freimaurerinnen möchten den Ist-Zustand immer wieder in Frage stellen und Verbesserungen anstreben, wo immer diese möglich sind.

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